Was ist Online-Sichtbarkeit? [Podcast Folge #1]

Was ist Online-Sichtbarkeit

Nachfolgend habe ich so eine Art „Shownotes“ zur Podcastfolge geschrieben — wobei es Abweichungen gibt. Es ist also keine Transkription des Podcasts … aber ich hoffe, es ist für dich von Nutzen:

Von „Sichtbarkeit“ ist ja aktuell überall die Rede. 
Hinter Online-Sichtbarkeit steckt eine Menge mehr, als du vielleicht vorschnell vermutest … 


Online-Sichtbarkeit ist die Brücke zwischen dir und deinem Angebot auf der einen Seite und deinem Wunschkunden auf der anderen Seite. Das heißt, es geht bei Online-Sichtbarkeit darum, dass andere dich im Internet wahrnehmen. Das klingt erstmal sehr nach Online-Marketing. Und ja: Es gibt eine Schnittmenge. Für mich geht Online-Sichtbarkeit aber viel weiter, weil es dich und deine Persönlichkeit mit einbezieht. Du bist also Teil des Angebots 😉
Da sind wir auch schon beim Knackpunkt: Die meisten Selbständigen wollen sich und ihre Persönlichkeit nicht ins Rampenlicht stellen. Viele sind der Meinung, dass die eigene Persönlichkeit nichts im Business zu suchen hat.

Die 5 Elemente der Sichtbarkeit bei Selbständigen

Nach meiner Definition besteht Online-Sichtbarkeit aus 5 Elementen:


#1 Präsenz

Das erste Element ist das, was oft am meisten Überwindung kostet.
Zeige dich als Person – in Text, Bild, Video, Audio.
Zeige nicht nur

  • dein Unternehmen
  • dein Produkt
  • eine 0815 Powerpoint-Präsentation
  • ein aussageloses animiertes Video aus dem Baukastensystem

Präsentiere DICH.

Es bedeutet auch, dass du dich angreifbar machst — im doppelten Sinne. 
Angreifbar, so dass dein gegenüber dich „fassen“ kann, soweit das online möglich ist. 
Angreifbar aber auch im Sinne von „du musst auch aushalten, wenn du mal Gegenwind bekommst“.
Um langsam damit warm zu werden, spricht nichts dagegen, dass du das in kleinen Schritten angehst.

#2 Glaubwürdigkeit

Glaubwürdigkeit entsteht unter anderem aus Authentizität und Kompetenz.
Zeig dich wie du bist und helfe anderen. Deine „eigene Stimme“ zu finden UND dein Wissen einzusetzen sind online die Elemente, die jeden Flyer und jede „Leistungsübersicht“ überflüssig machen. Du zeigst, dass du etwas kannst, nicht in dem du deine Leistungen auflistest, sondern in dem du konkret hilfst.
Deine zukünftigen Kunden, Geschäftspartner, Freunde usw. sollen dich kennenlernen. Das geht nur, wenn du zu sehen bist und nicht ein weichgespültes, allen gefallen wollendes Nichts.


# 3 Konsistenz

Mit dem dauerhaft Sichtbarbleiben untermauerst du deine Glaubwürdigkeit. 
Wenn du schon nicht gewohnt physisch/persönlich greifbar bist, so bist du es wenigstens online.
Konsistenz kann sein
– wöchentlich deinen Blogartikel zu veröffentlichen
– dich oft in Facebook-Gruppen zu engagieren (wie ich das z.B. tue)
– monatlich deinen E-Mail-Newsletter zu versenden
– täglich auf Twitter auch mal persönliche Tweets abzusetzen…
– usw.

#4 Relevanz

Liefere online das, was deine Zielgruppe wirklich interessiert. Erstelle keine Inhalte aus Selbstzweck sondern mit dem Ziel, deinen Kunden / Interessenten zu helfen. Biete Mehrwert. Lass sie nach dem Konsumieren deines Contents mehr wissen als vorher. Inspiriere.
Bedenke: Du musst nicht immer inspirieren, lehren, unterhalten oder informieren. Lege nicht alles, was du veröffentlichst, auf die Goldwaage.

#5 Zuverlässigkeit

Das was du eben online nicht sein kannst — physisch anwesend — musst du auch durch Zuverlässigkeit kompensieren. Die lieferst, wenn du sagst, dass du lieferst. Bleib über verschiedene Kanäle greifbar (zumindest in der Aufbauphase deiner Sichtbarkeit): E-Mail, Skype-Chat, WhatsApp, Facebook-Messenger, Slack, Telefon, …
Picke dir die Kommunikationskanäle raus, die für dich und dein Gegenüber passen und praktikabel sind.

Beispiele für Online-Sichtbarkeit
Damit deine Sichtbarkeit etwas bringt, musst du dich dort aufhalten, wo sich auch deine Zielgruppe aufhält. Dieses „dort aufhalten“ kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Hier ein paar Beispiele für Maßnahmen der Online-Sichtbarkeit:

  • Anzeige auf Facebook mit dir im Bildmotiv
  • grandioser Blogartikel inkl. YouTube-Video, in dem du zu sehen bist
  • hilfreiche / bestärkende Kommentare auf Facebook
  • mehrwertige Kommentare in anderen Blog (in denen möglichst auch deine Persönlichkeit durchscheint)

Das bedeutet jetzt nicht, dass du überall ein Foto/Video von dir platzierst. Es bedeutet, dass deine Persönlichkeit möglichst überall „zu sehen“ ist. Das kann natürlich genausogut in einem Text sein.
Deine potentiellen Kunden sollten dich bei deinen Maßnahmen möglichst immer als deren Problemlöser wahrnehmen. Oder zumindest als jemand, dem sie das Lösen ihrer Probleme zutrauen oder anvertrauen würden. Das können so einfache Problemlösungen sein, wie „der richtige Wein bei dem Essen XY“ bis hin zu schwerwiegenderen Themen, wie sich endlich wieder schmerzfrei bewegen zu können oder Lebensängste zu überwinden.

Unterschiede zur Offline-Sichtbarkeit

  • Du bist jederzeit abrufbar
  • Deine Präsenz ist nicht mehr 1:1 sondern 1:N
  • Dich zu präsentieren bedeutet keine dauerhafte Zeitinvestition für die immer selben Inhalte mehr

Die (auf-)richtige Form der Online-Sichtbarkeit braucht Zeit

Für mich ist Online-Sichtbarkeit nicht auf Teufel-komm-raus möglich. Ich bin der Meinung, dass es am Anfang einige Monate, wenn nicht Jahre braucht, bis diese nachhaltig aufgebaut ist. Natürlich gibt es auch Beispiele, wo so eine Sichtbarkeitsbasis bereits innerhalb von 2-3 Monaten glaubhaft aufgebaut war. Das bedeutet aber auch, dass dein Business in den anderen Bereichen erstmal zurücktreten muss. Das kann sich nicht jeder leisten.
Zeit für den Aufbau deiner Sichtbarkeit ist also auch ein entscheidender Faktor. Ohne Zeit ist das wichtigste Element deiner Sichtbarkeit nicht vorhanden: Glaubwürdigkeit. 
Zu deiner Sichtbarkeit sollte deshalb noch ein Element hinzukommen: Die Menschen sollten dir glauben, was du ihnen erzählst. Im Laufe der Zeit wird daraus ein Vertrauen in dich und deine Empfehlungen. 
Auf dieser Grundlage kannst du ihnen deine Produkte oder Dienste anbieten.

Was Sichtbarkeit noch ist…

Wie du siehst geht das Thema schon ans Eingemachte.
Du wirst nicht einfach so durch ein paar delegierbare Maßnahmen sichtbar.
Du muss dich an verschiedenen Stellen überwinden, dich selbst — so wie du bist — zu präsentieren.
Sichtbarkeit zu entwickeln ist für mich deshalb auch Persönlichkeitsentwicklung. Das bedeutet auch, dass sie dir mehr bringen kann, als nur mehr Kunden. 


Meine Online-Sichtbarkeits („OS“) Glaubenssätze

  • OS ist mehr als Online Marketing und mehr als Gefunden-werden — persönlich authentisch nach draußen gehen.
  • OS ist mit dem Gesicht hinter seinen Leistungen stehen
  • OS ist sich via verschiedene Medien & Plattformen authentisch zeigen
  • OS ist Persönlichkeitsentwicklung
     


So viel zur ersten „richtigen“ Folge meines Podcasts (nach der Einführungsfolge) … 

Ich hoffe, das hilft dir, beim Starten in deine Sichtbarkeit! 

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