Blog-Kommentare — das unterschätzte Marketing- & Networking-Tool [SichtbarkeitsTipp#001]

Marketing über Blog-Kommentare

In dieser Podcastfolge gehe ich auf Leser-Kommentare in deinem Blog sowie auf deine Kommentare in fremden Blogs ein.

Kommentare werden von Bloggern oft sehr stiefmütterlich behandelt — ganz zu unrecht, wie ich finde. Kommentare in deinem Blog sind neben dem Eintragen in deinen E-Mail-Verteiler eine große Wertschätzung gegenüber dir und deinen Inhalten.

Warum Kommentare in deinem Blog wichtig(er) sind …

Kommentare in deinen Blogartikeln haben 3 große Vorteile: Sie sind eine Wertschätzung deiner Leser, sie liefern „social proof“ (d.h. die Leser sehen daran, dass du vernetzt bist und mehr Menschen über deine Inhalte diskutieren) und es sind Inhalte, die du nicht selbst schreiben musst 😉
Kommentare sind „user-generated-content“ — also Inhalt den deine Leser liefern. Ausserdem sind Kommentare in deinem Blog langfristig viel wertvoller als Kommentare z.B. auf Facebook, da sie dauerhaft zusammen mit deinem Blogartikel bestehen und von Google indiziert werden können (es gibt Ausnahmen: Das DISQUS-Kommentarsystem, dort liegen die Kommentare nicht wirklich auf deiner Seite — aber lassen wir das hier).

Wie betreibst du nun Marketing & Networking mit Kommentaren?

Taktik 1 „Kommentiere mehrwertig in anderen Blogs“

Damit meine ich natürlich nicht das zuspammen von anderen Blogs mit deinen Kommentaren. Beispiel: Wenn es ein Listenartikel ist mit 10 Ideen zu XY dann liefere Idee Nr. 11 & 12 dazu.

Taktik 2 „Beantworte Kommentare in deinem Blog“

Reagiere zeitnah auf Kommentare. Beantworte Fragen oder schreib, dass du dich über das Feedback freust … Gib den Kommentatoren über ein „Subscribe to Comments“-Plugin die Möglichkeit, Kommentare (und somit z.B. auch deine Antwort auf eine Frage) per E-Mail zu abonnieren.

Taktik 3 „Wertschätze Kommentatoren per E-Mail“

Gerade, wenn du kein (wie oben genanntes) Plug-in verwendest, antworte herausragenden Kommentatoren per E-Mail — Entweder um noch zusätzliche Infos zu liefern, die vielleicht nicht öffentlich in deinen Blog gehören oder weil du einen engeren Kontakt knüpfen willst.

Calls to Action

Und hier deine Sichtbarkeitshausaufgabe:

  • Pick dir jede Woche einen Blog raus in dem du einen herausragenden Kommentar lieferst
  • Beantworte zügig Kommentare in deinem Blog — ggf. zusätzlich per E-Mail (wenn du kein Subscribe to comments hast)
  • Welcher deiner Kommentatoren hat sich viel Mühe gegeben? Kannst du ihr per E-Mail noch etwas liefern oder dich bedanken?

In der Podcastfolge erwähnter Link:

Noch ein alter Blogartikel von mir, der zum Thema passt (noch in kompletter Kleinschreibung 😉 ):
» Blogartikel: „mehr besucher durch richtiges kommentieren in blogs“


Weitere Ideen zu dem Thema oder Feedback zur Audioausgabe dieses Artikels? Schreib mir einen Kommentar 😉

14 kommentare schreiben sie einen kommentar

  1. Vielen lieben Dank für den wertvollen Artikel.
    Ich habe gelernt, das ich direkt im Blog kommentieren soll und nicht, wie ich es sonst meist mache in Facebook.
    Aber eigentlich kann man ja auch Beides machen… soviel Zeit muss sein. 🙂
    Deine Hausaufgaben finde ich sehr spannend und würde sie auch gerne erledigen. Leider wird in meinem Blog so gut wie gar nicht kommentiert – das hat sich auch auf Facebook verlagert. Schade und ich weiß noch nicht wie ich das wieder ändern kann. Das ist seit meinem Umzug von Blogger auf WordPress so.
    Auf jeden Fall freue ich mich auf jeden Artikel, jede Podcastfolge von Dir, da man immer sehr viel für sich mitnehmen kann. Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüsse
    Ursula Maria

    • Hi Ursula Maria!
      Du gehst hier mit gutem Beispiel voran — sehr schön!
      Danke für deinen Kommentar!
      Ja, Kommentare im Blog sind einfach viel viel langlebiger.
      Manchmal ist das Artikelthema nicht kontrovers oder provozierend genug …
      Du hast in deinem Blog auch eine Menge an Information unter den Artikel, so dass die Kommentarfunktion schon sehr weit vom Artikel weg ist.
      Als Blogger-User ist es meines Wissens für andere Eingeloggte wesentlich einfacher zu kommentieren, weil weniger auszufüllen ist.
      Sei es drum — wenn du mit gutem Beispiel vorangehst wird das auch mehr …
      Liebe Grüße und schon mal ein schönes Wochenende!
      Frank

  2. Hallo Frank,

    vielen Dank für die wertvollen Anstöße.

    Es ist schon merkwürdig: Auf der einen Seite bedaure ich, dass immer seltener in Blogs kommentiert wird, dass man unter Artikeln oft keine weiteren Anregungen bekommt.

    Mal angenommen, ich entdecke einen bestimmten Artikel Monate nach seinem Erscheinen. Wie wahrscheinlich ist es, dass ich die dazugehörigen Kommentare auf Facebook finde, dass ich auch nur gezielt danach suche? Stünden die Kommentare direkt unter dem Artikel, könnten Leser auch noch Jahre später davon profitieren – oder dem Thema neue Perspektiven vermitteln.

    Deshalb finde ich es auch schade, wenn die Kommentare zu Beiträgen geschlossen werden. Ich habe in meinem ersten Blog nur Kommentare geschlossen, bei denen absehbar ist, dass sie keine Wortmeldungen nach sich ziehen; oder solche, die wirklich veraltet sind.

    Die andere Seite: Facebook macht mir Spaß (das war nicht immer so), es fällt mir viel leichter, dort Inhalte einzustellen, zu kommentieren. Man fühlt sich dort ein wenig zuhause, ist im gewohnten Umfeld und kann von dort aus alles erledigen. Bisschen strange klingt das schon, oder? 😀

    Aber wie ich Dir schon über Twitter schrieb: Ich gelobe Besserung. Und Deine Hausaufgabe ist prima; bin gespannt, wie ich sie umsetzen kann.

    Liebe Grüße
    Sabrina

    • Hi Sabrina,
      Danke für deine Gedanken dazu.
      Facebook ist auch eine Art zu Hause für mich — ich habe dort meine Mastermindgruppe, viele inspirierende Menschen (die ich hier vor Ort nicht so habe) und muss auch aufpassen, dass ich das „restliche Internet“ nicht vergesse.
      Ist wie immer: Die Mischung machts 😉
      Liebe Grüße!
      Frank

  3. Hallo Frank,

    ja, das stimmt, kann das unterschreiben. Ich neige zudem dazu, mich sehr in etwas reinzugraben, wenn ich mal drin bin. Immer mal den Kopf in die frische Luft halten. 😉

    Artikel wie diese können den Anstoß geben, sich an Dinge zu erinnern, die einem ja eigentlich wichtig sind.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende
    Sabrina

  4. Hey Frank,

    gerade am Anfang des Bloggens hat mir das kommentieren totalen Stress gemacht. Nicht, weil ich es vorher nie getan hätte (als Leserin in amerikanischen Bastelblogs hab ich ständig kommentiert) – nein – es kam mir schmierig vor in den Blogs die meine Zielgruppe liest zu kommentieren.

    Darüber hinaus musste ich feststellen, dass es sich als Marketingtool für mich nur sehr wenig lohnt – selbst mit hochwertigem Content. Viele der Blogs meiner Branche haben Plugins, mit denen das kommentieren keinen Spass macht (Anmeldung bei gesonderten Plattformen – mit Login auf jedem Endgerät immer wieder – und natürlich ist das erst beim Absenden ersichtlich, wenn ich mühevoll einen herzlichen Kommentar geschrieben hatte – neeeerv) oder die dann auch keine Angabe der Website möglich machen.

    Nein – Re-Linking ist nicht das einzige Ziel – und wenn ich heute in Blogs kommentiere, dann haben die meist überhaupt nichts mit meiner Zielgruppe zu tun … da bin ich pragmatisch geworden.

    Eine tolle Inspiration heute war für mich die Idee Kommentatoren auchmal persönlich ein Danke zukommen zu lassen – schön – das gefällt mir sehr!

    Lieben Dank für die neue Episode, sie hat mir den Morgenabwasch versüsst (ein Tipp der wunderbaren Claudia Kauscheder für unliebsame Tätigkeiten…)

    Viele Grüße,
    ~Tabea

    • Hi Tabea,
      Danke für deinen ausführlichen Kommentar!
      Ja, manche Kommentarsysteme nerven — und dann wunder sich die Blogger, warum keiner kommentiert.
      „Eat your own dogfood“ sage ich da nur. Das mit dem persönlichen anmailen mache ich nach wie vor ab und an — gerade wenn es vielleicht auch mal nicht passt, in der Tiefe einen Kommentar zu beantworten.
      Viele Grüße!
      Frank

  5. Hallo Frank,

    danke für die Erinnerung ans Kommentieren!
    Ich lese häufig einen Artikel auf dem Smartphone, bei dem ich sofort den Gedanken für einen Kommentar habe, da mir die Tipperei am Smartphone zu lästig ist verschiebe ich es auf später…
    Und gestehe, dann gerät es ab und an in Vergessenheit.

    Jetzt habe ich angefangen mir die Links in Evernote zu speichern bzw. in Facebook, quasi als Knoten im Taschentuch.

    Mit Podcast-Episoden ist es ähnlich, via APP fürs Android-Smartphone gehört und dann fällt das Bewerten bei iTunes leicht unter den Tisch. Jedoch ich über mich darin:)

    Vielleicht sollte das eine Evergreen-Episode werden, die einmal pro Halbjahr wiederholt wird, damit das Wertschätzen von Artikeln aus elektronische Papier kommt und nicht nur im eigenen Kopf geschieht.

    Ich freue mich auf weitere kleine „Schubser“:)!

    Liebe Grüße
    Jutta

    • Hi Jutta!
      Sehr gerne!
      Ja, das gerät aktuell sehr gerne in Vergessenheit — ich nehme mich da nicht aus.
      Nächste Podcastfolge ist in Arbeit 😉
      Liebe Grüße!
      Frnak

  6. Hallo Frank,

    ich lese und höre schon einige Zeit deine Tipps. Ich bin echt begeistert, denn sie sind verständlich, schnell umsetzbar und nicht zu technisch. Diese technischen Erläuterungen bewegten mich, meinen Blog zu schreiben.

    Blogkommentare zu schreiben war mir zwar klar, aber bei deiner Erklärung kam mir jetzt endlich mehr Leichtigkeit hinein, ohne eine Art Druck zu verspüren, bei anderen zu kommentieren, um die Reichweite zu erhöhen. Danke dafür.

    Das Plugin Subscribe To Comments Reloaded habe ich gleich installiert und es passt sich meinem Blog Theme super an. Jet Pack bin ich nicht so ein Freund von.

    Generell bin ich der Meinung, FB ist ok, aber ich lese lieber immer noch die Beiträge & Kommentare in den tollen Blogs in der grossen weiten Internet Welt.

    In diesem Sinne, wünsche ich allen viel Spass beim umsetzen der Tipps.

    Liebe Grüsse
    Mic

  7. Danke für den Artikel! Erinnert mich noch mal an das Plugin! Danke – ich musste es deaktivieren.

    Toll finde ich den Vorschlag einfach eine Email zu schreiben – wäre ich nicht drauf gekommen.. Das einfache liegt so nah!

    Früher hab ich gedacht: ach wen interessiert schon meine Meinung. Seid meinem eigenen Blog sehe ich das ganz anders!
    Danke für deine gut Arbeit!

    • Ja, das hinterlässt auch einen bleibenden Eindruck, wenn du dich per E-Mail meldest — und es macht kaum mehr Arbeit.
      Gab es bei dir Probleme mit dem Plugin?
      Und das mit dem Denken, dass es niemanden interessiert habe ich immer noch. Witzigerweise sind oft die Sachen am erfolgreichsten, die ich eigentlich gar nicht veröffentlichen wollte …
      Danke für dein Lob!

  8. Hallo Frank,
    vielen Dank für die inspirierende Folge. Die Idee, auch eine e-Mail an die Kommentatoren zu schicken, war wichtig für mich. Es ist zwar eigentlich logisch, dennoch hatte ich es bisher übersehen. Vielen Dank für diesen Input. Persönlich gefreut habe ich mich auch schon mal über eine Bedankung per Facebookmessenger.
    Wenn ich wenig Zeit habe, komme ich nicht so zum Kommentieren. Das merke ich dann jedoch schnell an den Besucherzahlen auf meinem Blog(s). Sie gehen deutlich zurück.
    Manchmal finde ich einen Beitrag so gut, dass sich ein weiterer Kommentar aus meiner Sicht erübrigt. Dann gehe ich über den Punkt „Toller Beitrag“ hinaus, indem ich ein bis zwei Punkte heraussuche, die mich bereichert haben. Diese benenne ich dann.
    Lieben Gruß
    Peter

  9. pingback: Kommentierst du schon oder bloggst du noch? Kommentare in Blogs

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